gut|ten|ber|gen, [gutənbɛrgən]: nicht bewusst das geistige Eigentum anderer zum eigenen Vorteil nutzen, ohne dies entsprechend zu kennzeichnen; unbewusstes Missachten des Urheberrechts; (ugs.) das Kopfhaar in eine besonders gradlinige Form legen
Die dissoziative Identitätsstörung ist eine üble Krankheit, über die man keine Witze macht. Darum gebührt auch unser ganzes Mitleid ihrem prominenten Opfer Karl Theodor zu Guttenberg. Die multiplen Persönlichkeiten, die der CSU-Politiker beheimatet, lasten schwer auf ihn. Wir kennen Guttenberg als Verteidigungsminister, dessen Entscheidungen so schnell sind wie einst der Colt von John Wayne – wenn auch nicht so treffsicher.
Inzwischen erfahren wir auch einiges über den Doktoranden zu Guttenberg, der bei der Arbeit an seiner Promotion unter dem Einfluss weiterer Persönlichkeitsstörungen litt: mal war er Vater, mal Politiker, dann wieder Doktorand und manchmal sogar alles drei zur gleichen Zeit, vielleicht sogar sein eigener Doktorvater. Wer sonst könnte einer solchen Kopiererei ein summa cum laude verpassen? So ging das sieben Jahre. Ärzte vermuten, dass er bisweilen sogar Persönlichkeiten wie die des Sohns, Ehemanns, Bruders, Kirchgängers und Warmduschers entwickelte.
Eine Bewältigung der dissoziative Identitätsstörung ist nur möglich, wenn die einzelnen Persönlichkeiten nach und nach herausgelöst und eliminiert werden. Dabei ist es unerlässlich, dass der Patient die Selbsterkenntnis erlangt, dass ihm die jeweilige Persönlichkeit schadet und er diese loswerden muss. Deshalb ist Guttenberg kein Doktor mehr, aber immer noch Verteidigungsminister.
Das bedauernswerte Dasein des Karl Theodor zu Guttenbergs, sein Kampf gegen die heimtückische Krankheit, hat ihm immerhin einen Eintrag im Duden für Verben, die auf die Eigenschaften Prominenter zurückgehen, eingebracht (s. o.). Dort steht nun “guttenbergen” neben Begriffen wie beispielsweise “müllern” (in Anlehnung an die Torgefährlichkeit der Fußballer Gerd und Thomas Müller vom FC Bayern München) oder “blümen” (entgegen der Faktenlage anderen das Gefühl von Sicherheit vermitteln, z. B. bei der Rente). Beachtung im Knigge wird der Baron von Copy & Paste aber wohl nicht mehr finden.
Ich finde es völlig unnötig so einen üblen Scherz und eine unnötige Aussge wie diese hier zum Thema DIS zu schreiben. Es ist verletzend und antisozial, ohne Gehirn geschrieben und nur schlecht für alle menschen die an einer DIS leiden. Es ist in KEINEM MASSE mit DIS zu vergleichen was ein Guttenberg tut.
DIS ist die Folge von massiver Folterung und schwersten Missbrauch und nicht von albernen Kindergartenplagiaten.
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Das Thema des Textes ist nicht DIS, sondern die Doktorarbeit von Karl Theodor zu Guttenberg. Da es sich um einen satirischen Text handelt (Oder glauben Sie, dass “guttenbergen” wirklich im Duden steht?), dürfte es klar sein, dass die beschriebenen “Symptome” natürlich keine Symptome einer DIS sind und dass es sich auch nicht um einen ernsthaften Vergleich zwischen zu Guttenbergs Taten und einer DIS handelt. Deshalb wird auch niemand, der an DIS leidet, beleidigt.