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Archive for the ‘Fernsehen’ Category

Niemand anderes als Lemmy wäre besser dazu geeignet gewesen, in die heimeliche Weihnachtszeit mit der Helene-Fischer-Show als dem alljährlichen TV-Höhepunkt hineinzugrätschen, um dem „Hach, is datt schön“-Feeling einen kräftigen Tritt zu verpassen. Schade nur, dass dies die letzte Aktion des legendären Motörhead-Frontmanns war. Damit fällt auch ein Duett zwischen ihm und Helene Fischer flach. Als kleinen Ersatz gibt es deshalb an dieser Stelle Helene vs Lemmy – ganz unvoreingenommen. (mehr …)

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Der Pay-TV-Sender Sky reibt sich die Hände, denn seine Abonnenten fiebern mit der deutschen Handballauswahl bei der WM in Katar mit – sonst keiner, denn im Free-TV laufen keine Bilder der Weltmeisterschaft. Dem Rechteinhaber war die unverschlüsselte Verbreitung von ARD und ZDF über Satellit ein Dorn im Auge. Er verkauft die Rechte an jedes Land separat. Natürlich fällt der Preis, wenn die WM bereits bei einem ausländischen Sender gezeigt wird – Sprachbarriere hin oder her. (mehr …)

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Eigentlich dürfte ich nichts über Lothar Matthäus schreiben, denn die mediale Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird, nervt; zum einen deshalb, weil er von einer Peinlichkeit in die andere stolpert, zum anderen, weil man genau deswegen besser nichts mehr über Matthäus schreiben sollte. (mehr …)

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Im Juli und August stellt Arte den Donnerstag Abend unter das Motto „Summer of the 60’s“. Mit Musik, Film und Dokumentation will uns der Sender „das beschwingte Jahrzehnt“, wie es auf der Homepage heißt, näher bringen. Dazu zählt auch das gestern Abend gezeigte Konzert von Chuck Berry aus dem Jahr 1972. Sicherlich war der Sommer anno ’69 lang, aber so lang doch nun auch wieder nicht.

Mit den Jahreszahlen nimmt es Arte nicht sehr genau, denn nach Chuck Berry wurde eine Dokumentation über Elvis Presley gesendet, welche die Anfänge seiner Karriere zeigt – im Jahr 1956. Immerhin: Vor Elvis und Chuck wurden an diesem Abend der Film „American Graffiti“ und die Doku „Surf Now, Apocalypse Later“ ausgestrahlt, die tatsächlich die 60er zum Thema hatten.

Wahrscheinlich geht es Arte aber gar nicht so sehr um die Jahreszahlen als vielmehr um das 60er-Feeling, das ja durchaus vier Jahre vor dem Jahrzehnt zu fühlen gewesen sein mag und noch drei Jahre nachwirkte. So gesehen könnte der Sender auch alle Beatles-, Stones- und Woodstock-Konzerte übertragen. Es ist also wahr, was Bryan Adams in „Summer of ’69“ sang: „That summer seemed to last forever“.

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Ich bin begeisterter Fußballfan, aber auch diese Begeisterung hat ihre Grenzen. Dass im Radio die WM-Hymnen rauf und runter gedudelt werden – geschenkt. Die Vuvuzelas sind schon nervig, aber nach den ersten geschauten Spielen sinkt die Panik vor einem Angriff der Killerbienen auf ein Minimum.

Natürlich wird die Fußballweltmeisterschaft von der Werbung ausgeschlachtet. Fernsehhersteller hoffen ebenso auf hohe Absatzzahlen wie Bierbrauer, Wurstfabrikanten oder Trikohersteller. All das ist nachvollziehbar, haben diese Branchen doch irgendwo etwas mit Fußball(konsum) zu tun.

An den Haaren herbeigezogen – und damit sind wir schon in medias res – sind jedoch die Werbespots im Radio von Alpecin und Carglas. Alpecin kramt den Klassiker hervor und erteilt Haarausfall die Rote Karte. Wie originell! Vor allem nach der ohnehin schon nervigen „Doping für die Haare – damit hat Alpecin viel Aufsehen erregt“ -Werbung im Fernsehen. An Alpecin: Es gab kein Aufsehen um euren pseudowissenschaftlichen Spot. Außerdem mieft es gewaltig nach Eigenlob, wenn man von sich selbst behauptet, man hätte viel Aufsehen erregt.

Den Vogel schießen jedoch die Werbeexperten von Carglas ab, die im Radio allem Anschein nach die eigenen Angestellten zu Wort kommen lassen. „Die meisten warten mit der Reparatur ihres Steinschlags bis nach der WM.“ Und dann ist es natürlich (wieder mal) zu spät. Genauso gut hätte Carglas im Winter mit dem Satz „Die meisten warten mit der Reparatur ihres Steinschlags bis zum Frühling.“ werben können. Ich kann mir schon vorstellen, wie die Werbung von Carglas zu den nächsten Olympischen Spielen lauten wird.

Beide Werbespots sollte man mit den lautesten Vuvuzelas übertönen. Wer weitere Radio- oder Fernsehwerbung kennt, in der die Fußball-WM für Produkte, die nicht mal im Entferntesten etwas mit Fußball zu tun haben, missbraucht wird, kann diese Werbung gerne per Kommentar diesem Beitrag hinzufügen.

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Was für ein Spiel! Was für ein Sieg! Was für ein Kommentator!?! Gemeint ist Marcel Reif, der die Begegnung Bayern München gegen Manchester United auf Sky kommentierte. Ein Beispiel: „Giggs, Scholes und Neville – beide auf dem Platz“. Entweder war dies ein kleines Ratespiel, wer von den dreien grad nicht auf dem Platz ist, dann fehlte aber die Auflösung oder es handelt sich um die drei lustigen Zwei.

Einen der dreien ehrte Reif mit einem besonderen Satz. Ryan Giggs sei ein Vorbild für jüngere Spieler in der Kabine. Wie ist das gemeint? Ist Giggs Platz stets aufgeräumt? Geht er sparsam mit dem Duschgel um? Putzt er vielleicht seine Fußballschuhe selbst? Für einen Fußballer gibt es eigentlich nur noch ein schlimmeres Lob, nämlich wenn ihm nachgesagt wird, er sei ein Vorbild auf der Ersatzbank.

Den Siegtreffer hat sich Ivica Olic redlich verdient. Keiner hat jemals zuvor den gegnerischen Torwart in einem Spiel so oft angerannt wie er. Kein Lob gibt es für die Bildregie. Bei Mario Gomez Chance kurz vor Schluss wurde lieber die Tafel mit der Nachspielzeit präsentiert. Bei Flanken von Bayerns rechter Seite wurde gerne die Seitenkamera hinter dem Spieler eingesetzt, wodurch die Perspektive der Fluglinie des Balls verzerrt dargestellt wurde. Großaufnahmen bei einem Dribbling sind wenig erhellend, denn der Fernsehzuschauer erkennt nicht, wohin der Ball hätte gespielt werden können, bevor das Dribbling – meistens durch ein Foul – beendet wird.

Also: Die Bildregie muss zu-, die Bayern eine Schippe drauflegen, um weiterzukommen und Marcel Reif muss nur mal bis drei zählen. Ansonsten ist er aber ein Vorbild für alle in der (Sprecher-)Kabine.

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Hoppla, was war das denn? Mitten im ARD-Tatort am vergangenen Sonntag wurde das zerfetzte Gesicht einer Leiche gezeigt. Kurz zuvor wurde noch erwähnt, dass nicht einmal die eigene Mutter den Toten am Gesicht erkennen würde. Ein paar Minuten später konnte der Zuschauer mit ansehen, wie sich eine Frau in die vor dem Mund gehaltene Hand erbricht. Die Kotze triefte zwischen ihren Fingern auf den Boden.

Seit wann setzt der Tatort auf solch eine Effekthascherei? Dass die Leiche unansehnlich war, wurde bereits vorher in den Dialogen der Schauspieler deutlich. Und wenn sich jemand übergeben muss, dann reichen auch die dazugehörigen Geräusche. Alles andere ist doch wohl eher Sache der privaten TV-Sender.

Interessant wäre es zu wissen, wie die Landesmedienanstalten, die Wächter des Jugendschutzes in den Medien, auf solche Szenen reagiert hätten, wären Sie am Sonntag Abend um 20.15 Uhr in einem Krimi auf RTL zu sehen gewesen. Aber das kommt halt dabei herum, wenn nicht andere, sondern man selbst die Kontrolle des eigenen Programms übernimmt.

Es bleibt zu hoffen, dass dies ein einmaliger Versuch in der Vorzeigekrimiserie der Öffentlich-Rechtlichen war, sich dem Niveau des Privatfernsehens anzunähern. Wenn die Kontrollgremien der ARD schon nicht viel vom Jugendmedienschutz halten, sollte sie wenigstens darauf achten, dass ein gewisses Maß an Niveau gehalten wird.

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