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Kleiner Nachschlag zum Text „Wie der BVB Sympathien für RB Leipzig sammelt“ : Die Südtribüne bleibt beim Heimspiel von Borussia Dortmund gegen den VFL Wolfsburg wegen der asozialen Banner vom Spiel gegen RB Leipzig leer. Borussia Dortmund akzeptiert zwar diese Strafe, lässt aber gleichfalls verlauten, dass man sie nicht für gerechtfertigt hält, weil damit auch die Fans bestraft werden, die mit diesen Bannern nichts zu tun hatten. Der Sportinformationsdienst (sid) zitiert BVB-Trainer Thomas Tuchel mit dem Satz, dass die Kollektivstrafe vielen Leuten wehtäte, „die sich von Gewalt distanzieren“.

Ganz abgesehen davon, dass der Grund für die Sperrung der Südtribüne nicht die Gewalt am Stadion sondern die unsäglichen Äußerungen der BVB-Fans sind, kann man wohl kaum von einer Distanzierung sprechen. (mehr …)

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Im letzten Jahr erzählte Carsten Cramer, Marketing-Chef von Borussia Dortmund, auf einer Veranstaltung sehr glaubwürdig und enthusiastisch vom „Wiederaufbau“ der Marke BVB, nachdem der Club aufgrund extensiver Ausgaben, mit denen er sich die Titel  Ende der 1990er-Jahre kaufte, fast pleite war. Kurzum: Die Marke BVB steht jetzt für Authentizität, eben „Echte Liebe“. Das scheint den Fans aber ziemlich egal zu sein. (mehr …)

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Das Abseits im Fußball ist häufig Gegenstand von Diskussionen, genauer gesagt dessen individuelle Auslegung durch Schiedsrichter und deren Assistenten, denn wenn man sich zur Regel bekennt, und das tut ja jeder, der im DFB organisiert Fußball spielt, kann man davon ausgehen, dass sie an sich akzeptiert ist. Ob sie allerdings in der jetzigen Form gerecht ist, bezweifele ich.

Bei seinem zweiten Treffer gegen Hannover 96 stand Bayern-Spieler Ivica Olic beim Pass auf Thomas Müller im Abseits, aber passiv, weshalb die Szene regelgerecht nicht abgepfiffen wurde. Kurz darauf greift Olic ins Geschehen ein und erzielt das Tor. Der Pfiff blieb aus, da sich nach der Ballannahme durch Müller eine neue Spielsituation ergab. Olic hatte aber auf Grund seiner vorherigen Abseitsstellung vor dem letzten Verteidiger der Hannoveraner rund einen Meter Vorsprung , der ihm beim Tor natürlich zum Vorteil gereichte.

Eine noch besseres Beispiel: Im Spiel Hertha BSC Berlin gegen den 1. FC Nürnberg rückt die Hertha-Abwehr vor und stellt den Club-Stürmer Angelos Charisteas abseits. Der Pass kommt aber auf Ilkay Gündogan, der nicht im Abseits stand. Der lief mit Ball aufs Tor zu. Charisteas schloss sich ihm an, bekam den Querpass und netzte ein. Dabei profitierte der nicht gerade als schnell bekannte Grieche von seinen fünf bis sechs Meter großen Vorsprung gegenüber der vorgerückten Hertha-Abwehr.

Auch hier erfolgte kein Pfiff, da sich nach dem Pass auf Gündogan eine neue Spielsituation ergab. Allerdings ist der Vorteil offensichtlich, den Charisteas aus seiner Abseitsposition, die nur wegen seiner anfänglichen Passivität nicht geahndet wurde, erhält.

Die Frage ist nun, ob es gerecht ist, dass ein Spieler aus dem passiven Abseits an der anschließenden Spielaktion teilnehmen darf. Müsste eine passive Abseitsposition nicht erst aufgehoben werden, indem der Spieler erst aus dieser Position wieder herauskommt, bevor er sich an der laufenden Spielaktion beteiligt? Müsste sein Eingreifen nicht abgepfiffen werden, wenn er aus einer passiven Abseitsstellung einen Vorteil für die anschließende Spielaktion erhält?

Sicherlich würde das eine regelkonforme Auslegung des Abseits weiter erschweren. Man muss also abwägen zwischen dem Willen, das Spiel einfach und für den Zuschauer nachvollziehbar zu halten und der Absicht, ein Regelwerk haben zu wollen, das jeder Spielsituation gerecht wird. Meines Erachtens müsste die Abseitsregel aber angepasst werden.

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