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Posts Tagged ‘DFB’

Kleiner Nachschlag zum Text „Wie der BVB Sympathien für RB Leipzig sammelt“ : Die Südtribüne bleibt beim Heimspiel von Borussia Dortmund gegen den VFL Wolfsburg wegen der asozialen Banner vom Spiel gegen RB Leipzig leer. Borussia Dortmund akzeptiert zwar diese Strafe, lässt aber gleichfalls verlauten, dass man sie nicht für gerechtfertigt hält, weil damit auch die Fans bestraft werden, die mit diesen Bannern nichts zu tun hatten. Der Sportinformationsdienst (sid) zitiert BVB-Trainer Thomas Tuchel mit dem Satz, dass die Kollektivstrafe vielen Leuten wehtäte, „die sich von Gewalt distanzieren“.

Ganz abgesehen davon, dass der Grund für die Sperrung der Südtribüne nicht die Gewalt am Stadion sondern die unsäglichen Äußerungen der BVB-Fans sind, kann man wohl kaum von einer Distanzierung sprechen. (mehr …)

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Nachdem Mesut Özil das Bambi für Integration erhalten hat (das Posting „Özil erhält Bambi für nichts“ kann man hier nachlesen), schickt sich ein weiterer Fußballer an, in Özils integrierte Fußstapfen zu treten: Luiz Gustavo von der TSG 1899 Hoffenheim will Deutscher werden und hätte auch Lust, in der Fußballnationalmannschaft zu spielen. Der DFB könnte ihm mit seiner integrierenden Kraft den Weg ebnen: in die Nationalmannschaft und damit auch zum Bambi. (mehr …)

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Deutschlands in Spanien lebender Vorzeige-Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund wird durch alle Medien gejagt und ist nun auch noch stolzer Bambi-Preisträger. Herzlichen Glückwunsch Mesut Özil! Und schämt euch was, ihr Altintops!! Nur weil man in der Türkei Nationalspieler werden kann, muss man nicht gleich seine Gelsenkirchener Herkunft dermaßen verraten. (mehr …)

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David siegt mal wieder gegen Goliath. Die Betreiber der Internetplattform Hartplatzhelden.de haben vor dem Bundesgerichtshof gegen den Württembergischen Fußballverband (WFV) gewonnen. Der wollte die Verbreitung der kostenlosen, werbefinanzierten Videos von Amateurfußballspielen über die Internetplattform untersagen. Der DFB organisiert den Spielbetrieb, weshalb ihm das alleinige Verwertungsrecht solcher Videos zustehe, ist die Meinung des WFV.

Dabei tut der Verband gerade so, als seien die Oberen des DFB allein für die Organisation von Amateurspielen zuständig, als hätten sie die Mannschaftskader selbst aufgestellt, die Sportstätten selbst finanziert und gebaut sowie jedwede ehrenamtliche Vereinstätigkeit selbst übernommen und durchgeführt. Sicher: Der DFB hat seinen Anteil am Spielbetrieb und ohne einen Dachverband würden die Fußballer wie Kraut und Rüben quer durch Deutschland kicken. Aber es sind die Vereine, die den Amateurfußball quasi an vorderster Front am Leben erhalten, nicht die Verbandsfunktionäre.

Und eben diese Vereine sollen laut BGH entscheiden, ob Filmaufnahmen  zugelassen oder untersagt werden – oder ob für deren Gestattung Geld kassiert wird. Damit ist die TV-Rechtefrage tatsächlich in der Kreisliga angekommen, wie Mathias Budzinski in seinem Film „Hartplatzhelden“ behauptet, ausgestrahlt am 25. Oktober 2010 in der WDR-Sendung Sport Inside.

Ob die Vereine hierbei von ihrem Hausrecht Gebrauch machen werden, ist die Frage bzw. wie sie Filmaufnahmen unterbinden können. Sportplätze sind keine durch Kontrollen abgeschottete Fußballstadien. Jeder kennt die Pfennigfuchser, die bis zur Halbzeit am Eingangstor oder hinterm Zaun stehen und erst dann den Platz betreten, wenn kein Eintritt mehr verlangt wird (wenn er überhaupt verlangt wird). Zu denen muss sich nur jemand mit einem Camcorder gesellen und das Hausrecht ist ausgehebelt.

Doch wer weiß, was in Zukunft auf die Vereine zukommt. Sitzt heute noch ein einsamer Reporter der lokalen Presse am Spielfeldrand und knipst die Kicker, können es morgen schon Blogger, Podcaster, Hobbyfilmer und sonst noch wer sein, der den Inhalt „Fußballspiel“ auf irgendeine Form verbreitet. Werden sich Vereine, deren Fußballmannschaften in den Niederungen deutscher Ligen spielen, demnächst Lizenzkonzepte zur gesteuerten Verbreitung des von ihnen erstellten Inhalts ausdenken?

Ob der Rechtsstreit zwischen dem WFV und den Hartplatzhelden überhaupt bis nach Karlsruhe führen musste, wenn die Betreiber der Plattform auf die Werbefinanzierung verzichtet hätten, sei einmal zur Diskussion gestellt. Warum wurde kein Verein zum Betrieb der Plattform gegründet, so dass von der Absicht einer Gewinnerzielung erst gar nicht die Rede sein kann und der WFV seine zukünftigen Felle nicht wegschwimmen sieht?

Der BGH widersprach der Auffassung des WFV, es handele sich bei Hartplatzhelden.de um eine so genannte unlautere Nachahmung. Das ist schon deshalb nicht der Fall, weil die Internetplattform in keinem Wettbewerbsverhältnis zum Verband steht. Dies dürfte aber noch einmal diskutiert werden, wenn solche Plattformen wie Hartplatzhelden.de professionellere Strukturen annehmen, wodurch ein Wettbewerbsverhältnis hergestellt werden könnte. Trotz des BGH-Urteils ist das letzte Wort zur Rechteverwertung  im Amateurfußball noch nicht gesprochen.

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