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Posts Tagged ‘Sport’

Ich bin der Meinung, dass Profifußballer mehr wie Zehnkämpfer trainieren sollten, denn seien wir mal ehrlich: Der deutschen Fußballnationalmannschaft fehlt Hans-Peter Briegel. Da haut ja keiner mehr dazwischen, wenn mal Zeichen gesetzt werden müssen! Es fehlen Typen wie Toni Schumacher, auch wenn dessen Zeichensetzen bisweilen nur Fragezeichen in den Gesichtern der Zuschauer zurückließ. Doch es hat stets gesessen, wenn Toni zulangte. Der Franzose Patrick Battiston kann davon ein Lied pfeifen, wenn er seine Brücken aus dem Mund nimmt. (mehr …)

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Eigentlich dürfte ich nichts über Lothar Matthäus schreiben, denn die mediale Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird, nervt; zum einen deshalb, weil er von einer Peinlichkeit in die andere stolpert, zum anderen, weil man genau deswegen besser nichts mehr über Matthäus schreiben sollte. (mehr …)

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Fünf Schritte zurück, die Beine weit auseinander, die Hände zur Faust geballt – so kennt man Christiano Ronaldo. Eigentich müsste man noch hinzufügen: dann der Schuss – am Tor vorbei. So kennt man Ronaldo bei der Fußball-EM, so hat man ihn bei der WM in Südafrika in Erinnerung. Warum hat jemand, der für Real Madrid in einer Saison 60 (!!) Tore geschossen hat, plötzlich Blei in den Schuhen, sobald er das portugisiesche Nationaltrikot überstreift?

Die Frage werden wir hier nicht beantworten können, dafür muss man mindestens die Erfahrung aus vier Jahre Kicker-Redaktion mitbringen. Darum soll es hier aber gar nicht gehen. Das Schlimme an Ronaldos Possen ist doch, dass Kinder anfangen ihn nachzuahmen, in der irrigen Annahme, ein Vorbild im Fernsehen zu sehen. Jugendliche Fußballer posieren wie das Unterwäsche-Model beim Freistoß. Da wünscht man sich das Lineal aus dem Schulunterricht zurück, mit dem der Kickerlehrling eins auf die nackten Füße bekommt.

Ein bisschen Show muss doch erlaubt sein, sagen jetzt die einen (insbesondere die, die eng mit der Inszenierung von Sport verzahnt sind). Meinetwegen, sage ich, aber wann erfasst einen wie Ronaldo die Demut, die ihn erkennen lässt, dass er auf dem Spielfeld nicht wie der Befreier der portugisieschen Fußballseele agiert, sondern mit seinen bisherigen Leistungen im Nationalteam eher wie ein trauriger Hampelmann wirkt? Wenn die Showlichter ausgehen, werden wir sehen, was von Christiano Ronaldo in rot-grün übrig bleibt – außer einer Pose beim Freistoß.

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Bengalos auf den Rängen, Krawall vor den Stadien – König Fußball hat ein Problem mit seinem Volk. Mit dem ganzen Volk? Natürlich nicht, eine unverbesserliche Schar von Idioten macht dem friedlebenden Großteil der Anhänger das Leben schwer, denn die angedrohten Gegenmaßnahmen der Vereine treffen nicht nur den Brandsatz- und Bombenwerfer auf der Tribüne. Kameraüberwachung, Stehplatzabschaffung und steigende Eintrittspreise gelten nicht nur für Ultras. (mehr …)

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David siegt mal wieder gegen Goliath. Die Betreiber der Internetplattform Hartplatzhelden.de haben vor dem Bundesgerichtshof gegen den Württembergischen Fußballverband (WFV) gewonnen. Der wollte die Verbreitung der kostenlosen, werbefinanzierten Videos von Amateurfußballspielen über die Internetplattform untersagen. Der DFB organisiert den Spielbetrieb, weshalb ihm das alleinige Verwertungsrecht solcher Videos zustehe, ist die Meinung des WFV.

Dabei tut der Verband gerade so, als seien die Oberen des DFB allein für die Organisation von Amateurspielen zuständig, als hätten sie die Mannschaftskader selbst aufgestellt, die Sportstätten selbst finanziert und gebaut sowie jedwede ehrenamtliche Vereinstätigkeit selbst übernommen und durchgeführt. Sicher: Der DFB hat seinen Anteil am Spielbetrieb und ohne einen Dachverband würden die Fußballer wie Kraut und Rüben quer durch Deutschland kicken. Aber es sind die Vereine, die den Amateurfußball quasi an vorderster Front am Leben erhalten, nicht die Verbandsfunktionäre.

Und eben diese Vereine sollen laut BGH entscheiden, ob Filmaufnahmen  zugelassen oder untersagt werden – oder ob für deren Gestattung Geld kassiert wird. Damit ist die TV-Rechtefrage tatsächlich in der Kreisliga angekommen, wie Mathias Budzinski in seinem Film „Hartplatzhelden“ behauptet, ausgestrahlt am 25. Oktober 2010 in der WDR-Sendung Sport Inside.

Ob die Vereine hierbei von ihrem Hausrecht Gebrauch machen werden, ist die Frage bzw. wie sie Filmaufnahmen unterbinden können. Sportplätze sind keine durch Kontrollen abgeschottete Fußballstadien. Jeder kennt die Pfennigfuchser, die bis zur Halbzeit am Eingangstor oder hinterm Zaun stehen und erst dann den Platz betreten, wenn kein Eintritt mehr verlangt wird (wenn er überhaupt verlangt wird). Zu denen muss sich nur jemand mit einem Camcorder gesellen und das Hausrecht ist ausgehebelt.

Doch wer weiß, was in Zukunft auf die Vereine zukommt. Sitzt heute noch ein einsamer Reporter der lokalen Presse am Spielfeldrand und knipst die Kicker, können es morgen schon Blogger, Podcaster, Hobbyfilmer und sonst noch wer sein, der den Inhalt „Fußballspiel“ auf irgendeine Form verbreitet. Werden sich Vereine, deren Fußballmannschaften in den Niederungen deutscher Ligen spielen, demnächst Lizenzkonzepte zur gesteuerten Verbreitung des von ihnen erstellten Inhalts ausdenken?

Ob der Rechtsstreit zwischen dem WFV und den Hartplatzhelden überhaupt bis nach Karlsruhe führen musste, wenn die Betreiber der Plattform auf die Werbefinanzierung verzichtet hätten, sei einmal zur Diskussion gestellt. Warum wurde kein Verein zum Betrieb der Plattform gegründet, so dass von der Absicht einer Gewinnerzielung erst gar nicht die Rede sein kann und der WFV seine zukünftigen Felle nicht wegschwimmen sieht?

Der BGH widersprach der Auffassung des WFV, es handele sich bei Hartplatzhelden.de um eine so genannte unlautere Nachahmung. Das ist schon deshalb nicht der Fall, weil die Internetplattform in keinem Wettbewerbsverhältnis zum Verband steht. Dies dürfte aber noch einmal diskutiert werden, wenn solche Plattformen wie Hartplatzhelden.de professionellere Strukturen annehmen, wodurch ein Wettbewerbsverhältnis hergestellt werden könnte. Trotz des BGH-Urteils ist das letzte Wort zur Rechteverwertung  im Amateurfußball noch nicht gesprochen.

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Wo befindet sich ein Fußballer, der in den letzten fünf Jahren acht nationale Titel, vier Deutsche Meisterschaften und vier DFB-Pokalsiege, gewonnen hat? In der Nationalmannschaft? Auf jeden Fall in der Bundesliga unter den Top-Vereinen? Das wäre anzunehmen, doch der, vom dem hier die Rede ist, ist vereinslos: Torhüter Michael Rensing.

Geduldig wartete der gebürtige Lingener hinter Übertorwart Oliver Kahn auf seine Chance. Selbst als Kahn wider Erwarten seinen Vertrag noch einmal beim FC Bayern verlängerte, setzte sich Rensing erneut auf die Ersatzbank. Als dann Kahn ging, sollte sein Stern aufgehen. Doch wie soll jemand dem Vergleich mit Oliver Kahn standhalten können?

Dass ein junger, aufstrebender Torwart Fehler macht, ist klar. Dass er seine Zeit braucht, um zu reifen, liegt ebenfalls auf der Hand. Dass diese Zeit eigentlich niemand beim FC Bayern bekommt, ist allerdings auch kein Geheimnis. So kam es, wie es kommen musste. Rensing machte Fehler, wurde mit Kahn verglichen und gescholten, machte weitere Fehler und wurde letztendlich durch Hans-Jörg Butt verdrängt.

Heute ist Rensing vereinslos. Den Vergleich David gegen Goliath konnte der Newcomer nicht gewinnen. Dass aber jemand wie Uli Hoeneß, nun wahrlich kein Fußballnovize, dies nicht hat kommen sehen, ist einer der seltenen Fehler des jetzigen FCB-Präsidenten. Oder hat er Rensing wissentlich geopfert?

Die Frage ist, ob nicht jeder andere Torhüter auch an der Kahn-Nachfolge gescheitert wäre. Wen hätten die Bayern seinerzeit verpflichten können, der dem Kahn-Vergleich standgehalten hätte? War es also gar nicht anders möglich, als dass ein direkter Nachfolger scheitert und der Nachfolger des Nachfolgers neuer Torhüter bei den Bayern wird? Butt ist sicherlich kein zweiter Kahn, mit dem Welttorhüter wurde er dennoch nie verglichen. Daran scheiterte die Karriere des Michael Rensing.

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Die gegenseitige Abneigung der Ruhrpottvereine Schalke 04 und Borussia Dortmund ist legendär und bahnt sich immer wieder neue Wege. Nun haben die Anhänger der Borussia Google Streeview entdeckt. Auf der Website www.schwatzgelb.de ist ein Screenshot eines Antrags aufgetaucht, mit dem die Schalke-Arena bei Google Streetview unkenntlich gemacht werden soll.

Vorschriftsmäßig wurden die einzelnen Felder ausgefüllt. Der Forderung, Angaben zu machen, wie das entsprechende Gebäude von der Straße aus aussehe, kam der Antragssteller mit einem kurzen und knappen „hässlich“ nach. Die Beschreibung des Dachs wurde schnöde mit „Schiebedach“ umrissen.

Es bleibt abzuwarten, ob der Gegenschlag der Schalker aus der Verpixelung des Signal-Iduna-Parks bei Google Streetview bestehen wird. Vielleicht gelingt es den Knappen auch, sämtliche Online-Auftritte der Schwarz-Gelben als attackierende Webseiten zu melden. Die wären dann erstmal geblockt.

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